Gesellschaft
Bilger sieht Bahnprobleme als einen Grund für Unzufriedenheit im Land
13.09.2026, 12:23
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht die Probleme bei Bahn und Verkehrsinfrastruktur als einen Faktor für die Unzufriedenheit der Bürger. «Da sehe ich schon einen gewissen Zusammenhang», sagte Bilger den Zeitungen der Funke Mediengruppe auf die Frage nach einem möglichen Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Seit seinem Amtsantritt werde er am häufigsten auf die Probleme bei der Bahn angesprochen. Auch lange Bauzeiten bei Verkehrsprojekten sorgten für Unzufriedenheit.
Bilger verwies auf Maßnahmen der Bundesregierung zur Planungsbeschleunigung und für mehr Sicherheit bei der Bahn sowie auf die Milliarden aus dem Sondervermögen zur Modernisierung der Verkehrswege. «Wir wollen in Deutschland wieder stolz auf unsere Infrastruktur und unsere Bahn sein», sagte der Minister.
Den aktuellen Zustand der Bahn bezeichnete Bilger als «völlig unzureichend». Es gebe Einflüsse, für die die Bahn nichts könne, aber auch Probleme in der Infrastruktur und bei den Abläufen. Die Investitionen in Sanierung und Erhalt würden langfristig die Pünktlichkeit verbessern, auch wenn Baustellen zunächst zu weiteren Verspätungen führten. Nach Abschluss der Arbeiten werde dies zu mehr Pünktlichkeit führen.