Medien
Deutsche Journalistinnen für Berichte über Kinderrechte geehrt
11.09.2026, 09:35
Journalistinnen der renommierten deutschen Wochenzeitung «Zeit» und des Senders Deutsche Welle sind für ihre Berichterstattung über Kinderrechte ausgezeichnet worden. Anna Kemper und Hannah Knuth erhielten in Berlin den Ulrich Wickert Preis in der Sparte Deutschland/Österreich. Der Peter Scholl-Latour Preis ging an die Deutsche-Welle-Korrespondentin Mariel Müller. Beide Auszeichnungen wurden im Rahmen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte vergeben.
Kemper und Knuth wurden für ihre «Zeit»-Reportage «Missbrauch im Turnen: Wenn ich dich sehe, muss ich kotzen, obwohl du kotzen müsstest» geehrt. Darin beschäftigen sich die Journalistinnen mit den Erfahrungen von Betroffenen sexualisierter Gewalt im Turnsport.
Die deutsche Familienministerin Karin Prien überreichte den Preis. Sie würdigte bei der Verleihung die Rolle von Journalistinnen und Journalisten beim Schutz von Kinderrechten. Sie machten Missstände sichtbar und erzählten «die Geschichten von Kindern, die sonst ungehört blieben», sagte die Politikerin.
Für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2026 wurden den Angaben zufolge 99 Medienbeiträge von 129 Journalistinnen und Journalisten aus zehn Ländern eingereicht.
Bericht über Krieg im Sudan geehrt
Müller erhielt den Peter Scholl-Latour Preis für Berichterstattung aus Krisen- und Konfliktgebieten. Ausgezeichnet wurde ihre TV-Dokumentation «Krieg im Sudan: Die vergessene Katastrophe».