Sportpolitik
Debüt im Bundestag: Neu-Minister Rauhe setzt auf Olympia
9.09.2026, 15:00
Bei seiner Premieren-Rede im Bundestag hat der neue Sport-Staatsminister Ronald Rauhe eine starke Olympia-Bewerbung zu einem seiner Kernprojekte erklärt. «Dafür muss aus einer deutschen Bewerbung mehr werden als die Bewerbung einer Stadt und einer Region. Sie muss zu unserer gemeinsamen Bewerbung werden. Zu einer Bewegung, hinter der Sport, Politik, die Wirtschaft und vor allem die Menschen in unserem Land stehen», sagte Rauhe bei der Generaldebatte zum Etat 2027.
Für den Sport sind im Etat des Kanzleramts knapp 362 Millionen Euro vorgesehen, das sind rund 10 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. «Für diesen Rückenwind zum Start meines neuen Amtes bin ich sehr dankbar», sagte Rauhe.
Sein Ziel sei es, dass Deutschland wieder zu den erfolgreichsten Sportnationen der Welt gehöre. Daher werde er die von seiner Vorgängerin Christiane Schenderlein (CDU) angeschobene Spitzensportreform konsequent umsetzen. «Damit aus Talent auch wieder Gold werden kann», betonte Rauhe.
Opposition fordert mehr Geld für Sport
Dabei sollen auch Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland als Beschleuniger wirken. Er hoffe auf «eine Generation Olympia mit Kindern, die Vorbilder haben. Mit Kindern, die sich etwas zutrauen», sagte der Kanu-Olympiasieger.
Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds entscheidet am 26. September in Baden-Baden über den Kandidaten für eine deutsche Bewerbung um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Noch im Rennen sind Berlin, München und die Region Köln-Rhein-Ruhr.
Die Opposition im Bundestag kritisierte die Etatpläne der Bundesregierung für den Sport. Unter anderem AfD (Alternative für Deutschland) und Linke forderten deutlich mehr Geld für die Förderung von Athletinnen und Athleten. Der Haushalt soll Ende November vom Bundestag verabschiedet werden. In der Regel kommt es gegenüber dem Regierungsentwurf noch zu Änderungen.