Landtagswahl Sachsen-Anhalt

Kanzler Merz: Aufgeben ist für mich keine Option

7.09.2026, 13:33

Auch in der eigenen Partei gibt es Unmut über den deutschen Kanzler. Doch nach dem Desaster in Sachsen-Anhalt betont Friedrich Merz, er werde nicht vor der Verantwortung davonlaufen.

Der deutsche Kanzler Friedrich Merz sieht keinen Grund für persönliche Konsequenzen aus den massiven Verlusten seiner christdemokratischen CDU und dem Erfolg der rechtspopulistischen AfD bei der Landtagswahl im Bundesland Sachsen-Anhalt.

«Aufgeben ist für mich keine Option», sagte Merz, der ebenfalls CDU-Chef ist, nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. Es sei die Verantwortung der deutschen Regierung und von ihm persönlich, «dass wir jetzt Chancen für die nächste Generation eröffnen». Die Kinder und Enkelkinder sollten die gleiche Chance wie seine Generation haben, in Freiheit, in Frieden und im Wohlstand zu leben. «Das ist die Verantwortung, und vor dieser Verantwortung laufe ich nicht davon», fügte Merz hinzu.

Auf die Frage, inwieweit das Ergebnis der Wahl in Sachsen-Anhalt in seine Entscheidung einfließe, bei der nächsten Bundestagswahl erneut anzutreten, antwortete Merz: «Ich mache mir im Augenblick über vieles Gedanken, aber nicht über die Bundestagswahl 2029.» Er denke vielmehr «intensiv darüber nach, wie wir zurückfinden können zu einem gemeinsamen politischen Erfolg». Er wisse, «dass wir alle zusammen besser werden müssen, und ich suche nach Wegen, wie wir das hinbekommen».

Dies sei nicht nur eine Frage von rationalem Politikverständnis, sondern auch eine Frage der Zuwendung, der Empathie, der Emotionen. «Ich gehöre nun zu denen, die nicht jeden Tag Emotionen vor sich hertragen. Aber die Bevölkerung will da auch andere Antworten haben.»