Brexit

Klassenfahrten nach Großbritannien ab sofort einfacher

1.08.2026, 15:01

Klassenfahrten aus Deutschland nach Großbritannien waren nach dem Brexit mit großem Aufwand verbunden. Der deutsch-britische Freundschaftsvertrag sorgt jetzt für Erleichterungen.

Klassenfahrten nach Großbritannien sind ab heute mit deutlich weniger bürokratischem Aufwand verbunden, denn: Für organisierte Schulgruppen entfällt die Visumpflicht. Auch die noch relativ neue Elektronische Einreisegenehmigung (ETA) ist für Schülerinnen und Schüler als Teil einer Gruppe nicht mehr nötig. Ermöglicht wird beides durch die Einführung des sogenannten Schülersammellistenverfahrens. 

Ab heute reicht für Schülerinnen und Schüler in Begleitung einer Lehrkraft und bis einschließlich 19 Jahre der Personalausweis. Schülerinnen und Schüler aus einem nicht EU-Land benötigen einen nationalen Reisepass. Die Schulgruppe muss mindestens fünf Personen umfassen.

Infolge des Brexits hatten Schülerinnen und Schüler ohne deutsche Staatsangehörigkeit einzeln Visa für die Teilnahme an einer Klassenfahrt nach Großbritannien beantragen müssen. Das führte dazu, dass deutsche Schulen das beliebte Reiseziel teils ganz aus dem Programm nahmen, um im Fall einer Ablehnung keine Kinder zurücklassen zu müssen. Hinzu kamen für deutsche Kinder die Reisepass-Pflicht. Zuletzt mussten sie auch eine ETA beantragen. 

Die Lockerung ist Teil des deutsch-britischen Freundschaftsvertrags (Kensington Treaty), die Briten hatten die Änderungen bereits im vergangenen November abgesegnet.