Verteidigung
Bundeswehr hilft bei Befestigung von Polens Ostgrenze
22.07.2026, 14:06
Pioniere der Bundeswehr helfen Polen bei der Befestigung seiner Grenze zu Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad. Die Soldaten und Soldatinnen eines verstärkten Maschinenpionierzuges seien bereits Anfang Juli eingetroffen, teilte die Bundeswehr mit. Sie sollen gemeinsam mit der polnischen Armee Panzerabwehrgräben anlegen, Panzersperren errichten sowie Feldbefestigungen und Kampfstände bauen.
«Mit dieser Initiative soll im Falle eines militärischen Konflikts eine Invasion dieser Streitkräfte verzögert und somit die Reaktionsfähigkeit der polnischen Truppen und der Nato erhöht werden», heißt es in der Mitteilung der Bundeswehr.
Polen investiert Milliarden in das «Schutzschild Ost»
Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine und sieht sich auch selbst von Moskau bedroht. Es investiert daher Milliarden in den sogenannten «Schutzschild Ost», eine befestigte Verteidigungslinie an Teilen seiner Ostgrenze. Bis Ende dieses Jahres will das polnische Verteidigungsministerium rund 250 Kilometer der östlichen und nördlichen Grenze absichern. Vorgesehen sind Betonbefestigungen, elektronische Überwachungssysteme und Lager für Pionierausrüstung.
«Der Einsatz des Bundeswehr-Kontingents ist die erste praktische internationale Hilfe, die wir für dieses Projekt bekommen», sagte Oberst Marek Pietrzak, Sprecher der polnischen Streitkräfte, der Deutschen Presse-Agentur. Nach polnischen Angaben handelt es sich um «mehrere Dutzend» Bundeswehr-Pioniere, die in Masuren im Ausbildungszentrum der polnischen Landstreitkräfte in Bemowo Piskie stationiert sind. Der Einsatz ist zunächst bis Ende Oktober geplant.