Kooperation

Deutschland und Frankreich stärken Technologiebündnis

17.07.2026, 15:03

Deutschland und Frankreich wollen neben der geplanten Atom-Kooperation auch bei KI, Raumfahrt und Quantentechnologie eng zusammenarbeiten. Das erklären beide Regierungen nach einem Ministertreffen.

Deutschland und Frankreich wollen ihre Zusammenarbeit bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Raumfahrt, Kernfusion und Quantentechnologie ausbauen und die technologische Souveränität Europas stärken. Das vereinbarten beide Seiten bei einem deutsch-französischen Ministerrat auf Schloss Augustusburg in Brühl.

Zuvor ging die frisch vereinbarten Kooperation bei der nuklearen Abschreckung in die konkrete Umsetzung. Unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron tagte in einer Wartungshalle des Militärflugplatz Nörvenich bei Köln eingerahmt von Rafale- und Eurofighter-Kampfjets der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat, um die erstmalige Beteiligung Deutschlands an einer französischen Nuklearübung in die Wege zu leiten.

Wie es in einem gemeinsamen Papier nach dem Treffen des Ministerrats zur technologischen Zusammenarbeit hieß, wurde etwa eine gemeinsame «hochrangige Arbeitsgruppe für den Bereich Weltraum eingerichtet». Beide Länder betonten dabei die Wichtigkeit des geplanten europäischen Satellitensystems Iris2, das mit etwa 300 eigenen Satelliten die Abhängigkeit von anderen Anbietern reduzieren soll. Dieses habe eine «entscheidende Bedeutung» für eine «resiliente, integrierte und robuste europäische Weltrauminfrastruktur».

Zum Thema Kernfusion heißt es: «Wir erkennen die entscheidende Bedeutung der Fusionsenergie als einer sicheren, nachhaltigen und CO2-neutralen Lösung zur Deckung des künftigen Energiebedarfs in Europa und der Welt an.»