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Deutsches Staatsoberhaupt gratuliert Trump zum Jubiläum der USA

3.07.2026, 14:39

Zum 250. Geburtstag der USA bekommt Präsident Trump auch Glückwünsche von Bundespräsident Steinmeier. Er betont die engen historischen Verbindungen. Und hat eine Botschaft für die Politik heute.

Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die enge deutsch-amerikanische Verbindung betont. Diese gemeinsame Geschichte bedeute den Deutschen sehr viel, heißt es in einem Glückwunschschreiben an US-Präsident Donald Trump. «Sie verpflichtet uns. Sie schweißt uns zusammen im Bündnis der Nato, die mehr verteidigt als unsere Sicherheit - nämlich das 250-jährige Versprechen auf Freiheit, Recht und Selbstbestimmung.»

Diese Ideale hätten Weltgeschichte geschrieben und in ganz besonderer Weise Deutschland und das Verhältnis mit den USA geprägt, schrieb Steinmeier weiter. Deutsche hätten im 19. Jahrhundert geholfen, die amerikanische Republik zu erbauen. Umgekehrt wäre Deutschlands Weg zur Demokratie im 20. Jahrhundert ohne die USA undenkbar gewesen.

Demokratischer Neubeginn und Wiedervereinigung nicht ohne USA 

Steinmeier erinnerte daran, dass Europa mit Hilfe von US-Truppen vom Nazi-Joch befreit worden sei. Dann hätten die USA dem Westen Deutschlands eine neue Chance auf Freiheit und Wohlstand gegeben. Mit vielfältiger US-amerikanischer Unterstützung seien in der Bundesrepublik Rechtsstaat, Wirtschaftswunder und eine lebendige demokratische Kultur gewachsen. 

Der Bundespräsident wies auch auf die Aufforderung des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan an den sowjetischen Regierungschef Michail Gorbatschow bei einem Besuch in West-Berlin 1987 hin, die Mauer zwischen beiden deutschen Staaten einzureißen. «Sowohl der Neubeginn in Freiheit als auch die deutsche Wiedervereinigung sind ohne die USA schlicht undenkbar.»

Lücke zwischen Idealen und Wirklichkeit - Richtung muss stimmen

Ohne auf die aktuelle US-Politik konkret einzugehen, erinnerte Steinmeier Trump an die Gültigkeit der Ideale der Unabhängigkeitserklärung auch für die heutige Zeit. «Zwischen den hohen Idealen und der Wirklichkeit des politischen Alltags klafft immer eine Lücke, in jeder Demokratie», schrieb er und betonte: «Auf die Richtung kommt es an. Für viele Menschen, in unseren beiden Ländern, gibt der 250. Geburtstag Anlass zu fragen: Stimmt die Richtung? Und die Antwort gibt nie ein Einzelner, sondern das Volk von Freien und Gleichen.»