Grenzkontrollen
Bundespolizei: 50.000 unerlaubte Einreisen seit Mai 2025 festgestellt
6.06.2026, 14:44
Die Bundespolizei hat seit Mai vergangenen Jahres über 50.328 unerlaubte Einreisen nach Deutschland festgestellt. 36.786 Personen seien zwischen 8. Mai 2025 und 31. Mai 2026 unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit einem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen worden, teilte die Behörde mit. 307 Menschen vulnerabler Gruppen äußerten demnach ein Asylgesuch.
Vor rund einem Jahr hatte Innenminister Alexander Dobrindt (Christsoziale) die Grenzkontrollen intensiviert. Zuvor waren sie von seiner Amtsvorgängerin Nancy Faeser (Sozialdemokraten) bereits auf alle deutschen Landesgrenzen ausgeweitet worden. Dobrindt wies die Bundespolizei an, Asylbewerber zurückzuweisen - mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen. Zuvor waren lediglich Menschen ohne Asylgesuch sowie Ausländer mit Wiedereinreisesperre zurückgewiesen worden.
In dem Zeitraum von gut einem Jahr sind laut Bundespolizei 1.904 Personen wegen einer Wiedereinreisesperre für Deutschland an der Einreise gehindert worden. 1.409 Schleuser wurden vorläufig festgenommen und 1.688 «Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder
dem islamistischen Spektrum» festgestellt. Im Rahmen der Kontrollen konnten Bundespolizisten zudem 9.396 Menschen mit offenen Haftbefehlen festnehmen.