Krieg im Libanon
Entwicklungsministern Radovan sagt Libanon weitere Hilfen zu
2.06.2026, 13:51
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat dem Libanon weitere Unterstützung in Höhe von 20 Millionen Euro zusagt. «Ich habe gestern das Hilfspaket in Höhe von 20 Millionen Euro zugesagt», sagte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan dem Deutschlandfunk und verwies auf die langjährige Partnerschaft in der Entwicklungszusammenarbeit mit dem Libanon. Es handle sich um konkrete Hilfen für die aktuelle Situation im Land. Bereits zu Beginn des Krieges Anfang März habe sie dem Libanon 70 Millionen Euro zusagt.
Die zusätzlichen Mittel sollen dem Bildungssektor sowie der lokalen Entwicklung zugutekommen, bestätigte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur. Für den Bildungsbereich will Deutschland demnach über das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) zehn Millionen Euro bereitstellen. Weitere zehn Millionen Euro fließen nach Angaben der Ministerin an das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).
Eine Reise der SPD-Politikerin in den Libanon wurde am Montag aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgebrochen. «Aufgrund laufender Bewertung der Entwicklungen der sich akut zuspitzenden Lage in Beirut wurde diese Entscheidung aus militärischen Gründen getroffen», hieß es aus dem Ministerium.
Alabali Radovan wollte sich bei ihrem zweitägigen Besuch in dem Mittelmeerland gemeinsam mit dem norwegischen Entwicklungsminister Åsmund Grøver Aukrust ein Bild von den Auswirkungen des Krieges zwischen der Hisbollah und Israel machen.