Bundesparteitag

Schlechte Wahlergebnisse lassen Einnahmen der FDP sinken

30.05.2026, 10:37

Weniger Stimmen bei Wahlen bedeuten für die FDP auch weniger Einnahmen aus der Staatskasse. Bundesschatzmeister Link sieht daher keine Alternative zum eingeschlagenen Sparkurs.

Die schlechten Wahlergebnisse der FDP mindern auch deren Einnahmen und zehren an ihrem Vermögen. Aktuell fehlten den Liberalen rund 3,5 Millionen Euro aus der staatlichen Teilfinanzierung der Parteien, teilte Bundesschatzmeister Michael Link beim Parteitag in Berlin mit. Das Reinvermögen der FDP sei von 8,7 Millionen Euro Ende 2024 auf etwa 7,7 Millionen Euro Ende 2025 gesunken. 

Parteien erhalten aus staatlichen Mitteln unter anderem Geld für ihre Wählerstimmen bei Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen. Die Zuwendungen betragen derzeit 1,21 Euro für die ersten vier Millionen Wählerstimmen und 0,99 Euro für jede weitere Stimme. 

FDP verzeichnet 2025 hohe Spendeneinnahmen 

Profitiert hat die FDP nach Links Angaben im vergangenen Jahr von hohen Spendeneinnahmen von 9,5 Millionen Euro. Damit habe der Wahlkampf für die vorgezogene Bundestagswahl im Februar 2025 voll finanziert werden können. 

Den eingeschlagenen Sparkurs müsse die FDP auch in den kommenden Jahren beibehalten, forderte der Bundesschatzmeister. Er nannte die Vermögenslage der FDP zwar gut, warnte aber, dass Vermögen nicht Liquidität bedeute. Die Partei müsse sich daher in naher Zukunft Gedanken über eine Modernisierung der innerparteilichen Finanzstruktur machen.