Energie

Regierung: Erstes Fusionskraftwerk in 2040er Jahren

20.05.2026, 15:23

Das Bundesforschungsministerium konkretisiert sein Prestigeprojekt, die sogenannte High-Tech-Agenda, mit Zielmarken zur Weiterentwicklung von Technologien. Beim Thema Fusion gibt es Jahreszahlen.

Das weltweit erste kommerzielle Kernfusionskraftwerk soll nach dem Willen der Bundesregierung in den 2040er Jahren in Deutschland seinen Betrieb aufnehmen. Diese Zielmarke hat die Regierung in einer sogenannten «Roadmap» (Fahrplan) zur Erreichung von Zielen im Bereich Fusionsenergie gesetzt, die in Berlin vom Bundesforschungsministerium veröffentlicht wurde. 

Demnach wird angestrebt, das weltweit erste Demonstrationsfusionskraftwerk in Deutschland bis Ende der 2030er Jahre zu bauen und das weltweit erste kommerzielle Fusionskraftwerk in den 2040er Jahren.

Hoffnungen groß - Ausgang ungewiss

Politisch ruhen einige Hoffnungen auf der Fusionsenergie. Sie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen (fusioniert) werden, im Gegensatz zur Kernspaltung in herkömmlichen Atomkraftwerken. Theoretisch ließen sich damit klimaneutral große Energiemengen erzeugen. 

Weltweit wird daran geforscht, wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden könnte. Trotz Fortschritten in den vergangenen Jahren sind Experten nicht sicher, ob es am Ende gelingt. Sicher ist, dass Fusion keine schnelle Lösung für die aktuellen Energieprobleme sein wird. 

Fahrpläne zu fünf weiteren Schlüsseltechnologien

Das Forschungsministerium veröffentlichte neben der Roadmap zur Fusionsenergie auch Fahrpläne mit Zielmarken für fünf weitere Schlüsseltechnologien, die in der sogenannten High-Tech-Agenda der Regierung als zentral für die Zukunft des Landes identifiziert wurden und entsprechend gefördert und weiterentwickelt werden sollen. 

Dabei handelt es sich um Künstliche Intelligenz (KI), Quantentechnologien, Mikroelektronik (Chips), Biotechnologie und Technologien für klimaneutrale Mobilität.