US-Militärpräsenz
Pistorius: keine belastbare Bestätigung für US-Truppenabzug
20.05.2026, 15:31
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius hat von US-Seite bisher keine verbindlichen Pläne für einen Abzug von US-Soldaten aus Deutschland bekommen.
Dafür gebe es «nach wie vor keine wirklich belastbare Bestätigung», sagte der Sozialdemokrat nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses in Berlin.
Zu hören sei, dass die Zahl der US-Brigaden in Europa um einen Verband verringert werden solle. «Inwieweit in Deutschland stationierte Truppen davon betroffen sind, ist noch offen», sagte der Minister weiter.
Vorerst keine Mittelstreckenwaffen
Der US-General und Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hatte am Vortag bestätigt, dass die USA vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden. Die zuvor geplante Verlegung eines sogenannten «Long Range Fires Battalion» werde nicht beginnen, sagte der US-General, der gleichzeitig auch Befehlshaber des für Europa zuständigen US-Militärkommandos Eucom ist.
Grynkewich erklärte zudem, dass der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Abzug von rund 5.000 Soldaten aus Europa zu einem beträchtlichen Teil über die Rückkehr eines sogenannten Brigade Combat Teams erfolgen werde. Zu möglichen weiteren Anpassungen der US-Truppenstärke in Europa sagte Grynkewich, kurzfristig erwarte er keine anderen Ankündigungen.