Nationale Maritime Konferenz

Pistorius: «Maritime Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe»

30.04.2026, 09:56

Industrie, Marine, Politik: Pistorius ruft auf der Nationalen Maritimen Konferenz zum Schulterschluss auf - und spricht von einer gemeinsamen Aufgabe.

Sichere Pipelines, starke Marine: Verteidigungsminister Boris Pistorius nimmt die Industrie in die Pflicht. «Maritime Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe, nur zu lösen gesamtstaatlich und gemeinsam mit der Industrie», sagte der SPD-Politiker in einer Videobotschaft am zweiten Tag der Nationalen Maritimen Konferenz im ostfriesischen Emden. «Wir brauchen klare Regeln, wir brauchen abgestimmte Zuständigkeiten und vor allem müssen alle Akteure zusammenarbeiten.»

Pistorius appellierte in seiner Rede an die maritime Wirtschaft: «Und es ist Aufgabe der Industrie, Produktionskapazitäten zu erhöhen und die Lieferketten stabil und resilient zu gestalten.» Maritime Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und technologische Innovation seien untrennbar miteinander verbunden. 

Minister: Marine wird Nato-Verpflichtungen erfüllen

Pistorius sagte, die maritime Industrie in Deutschland zeichne sich durch Innovationskraft aus. «Die Marine wird sich aktiv in dieses Innovationsökosystem aus Wirtschaft und Wissenschaft einbringen.» So sei etwa ein Innovationszentrum für maritime Technologie in Norddeutschland geplant.

Deutschland werde seine Marine stärken und in moderne Ausrüstung investieren, kündigte der Minister an. «Mit neuen Fregatten, Korvetten, U-Booten, Luftfahrzeugen sowie modernen Aufklärungs- und Führungsfähigkeiten sorgen wir dafür, dass Deutschland seine Verpflichtungen innerhalb der Nato und zum Schutz Deutschlands erfüllen wird.» 

Bei der zweitägigen 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) berät die Bundesregierung mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Unternehmen, Gewerkschaften und Behörden über die strategische Ausrichtung ihrer maritimen Politik.