Medien
Zeitungen kooperieren gegen Antisemitismus in Deutschland
23.04.2026, 11:33
Die katholische Wochenzeitung «Die Tagespost» und die «Jüdische Allgemeine» setzen mit einer gemeinsamen Aktion ein Zeichen gegen Antisemitismus. Abonnenten der «Tagespost» erhalten an diesem Donnerstag zusätzlich die aktuelle Ausgabe der «Jüdischen Allgemeinen». Damit wolle man ein Zeichen gegen Antisemitismus und für die jüdisch-christlich geprägte Kultur Europas setzen, teilte «Tagespost»-Sprecher Mirco Weiß mit.
Den Angaben zufolge hat der Terror der Hamas am 7. Oktober 2023 massiven Antisemitismus auch in Deutschland offengelegt. Nach dem 7. Oktober habe es aber auch Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft gegeben, sagte Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der «Jüdischen Allgemeinen» in der Mitteilung. «Ich persönlich erhielt in den letzten drei Jahren immer wieder auch ebenso empathische wie solidarische Zuschriften.» Fast alle Absender hätten etwas gemein gehabt. «Die allermeisten dieser Zuschriften kamen von christlichen Lesern.»
Anlass der Initiative ist laut der Mitteilung auch der 40. Jahrestag eines Besuchs von Johannes Paul II. in der Synagoge von Rom im April 1986. Dort habe der Papst Juden als «unsere älteren Brüder und Schwestern» bezeichnet.