Verschuldung
Deutschlands Schuldenberg auf fast 2,7 Billionen Euro gestiegen
9.04.2026, 13:55
Der Schuldenberg der öffentlichen Haushalte ist im vergangenen Jahr auf 2,66 Billionen Euro gestiegen. Gegenüber Ende 2024 erhöhte sich der Schuldenstand um 6,0 Prozent oder 151 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zum Öffentlichen Gesamthaushalt zählen die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie der Sozialversicherung, einschließlich aller Extrahaushalte.
Der Bund stand Ende 2025 mit 1,84 Billionen Euro in der Kreide. Allein im vierten Quartal kamen 32,2 Milliarden Euro hinzu. Maßgeblich waren die Zuwächse der Schulden bei den Sondervermögen für die Bundeswehr sowie für Infrastruktur und Klimaneutralität. Letzteres nahm im Oktober 2025 erstmals Schulden auf.
Die Bundesländer waren zum Ende 2025 mit 624,6 Milliarden Euro verschuldet, Gemeinden und Gemeindeverbände mit 196,3 Milliarden Euro.
Laut Statistischem Bundesamt handelt es sich bei den Zahlen um vorläufige Ergebnisse. Endgültige Ergebnisse sollen Ende Juli folgen.
Steuerzahlerbund rügt «XXL-Ausgaben»
Der Bund der Steuerzahler kritisierte die Entwicklung scharf. Präsident Reiner Holznagel sprach von «XXL-Ausgaben». «Unterm Strich ist das ein absurder Zustand: Trotz Rekordsteuereinnahmen von über 1.000 Milliarden Euro könnte die Staatsverschuldung schon im kommenden Jahr die Marke von 3.000 Milliarden Euro knacken», warnte Holznagel. Er forderte von der Bundesregierung einen Stopp der «Dauer-Staatsverschuldung» und eine «Haushaltspolitik mit klarem Fokus und Maß und Mitte».