Parteitag der AfD

Chrupalla: AfD muss sich zur Regierungspartei entwickeln

28.03.2026, 12:10

AfD-Chef Chrupalla fordert den Wandel seiner Partei zur Regierungspartei. Er sieht 2029 als entscheidende Chance für einen Machtwechsel im Bund und in Sachsen.

AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla hat den Machtwechsel im Bund und in Sachsen für 2029 als Ziel ausgegeben. «Wir müssen uns aber auch weiterentwickeln von einer Oppositionspartei hin zu einer Regierungspartei. Das muss jetzt unsere Aufgabe sein und auch unser nächster Schritt», sagte er auf einem Parteitag der sächsischen AfD in Löbau. «Diese Entwicklung verlangt auch von uns viel ab. Kompetenz, das rechte Maß, die richtige Mischung aus Geduld und auch Ungeduld.»

2029 gehe es darum, in Sachsen den Ministerpräsidenten und auf Bundesende den Kanzler zu stellen, betonte Chrupalla. Zugleich gehe es darum, in Europa zu gewinnen. 

Chrupalla: AfD muss ihren Wählern irgendwann Erfolge präsentieren

Die AfD sei nicht mehr die «Ein-Themen-Partei», für die man sie vor Jahren noch gehalten habe - «teilweise zurecht», sagte Chrupalla. Mittlerweile habe man in vielen Bereichen Fachkompetenzen dazugewonnen. «Wir müssen aber auch daran denken, dass wir unseren Wählern auch irgendwann Erfolge präsentieren müssen in Form von Regierung.» 

2029 habe man vielleicht in Sachsen die letzte Chance. «Ergreifen wir sie. Denn Chancen sind wie Sonnenaufgänge: Wer zu lange wartet, verpasst sie.»

Auf dem Parteitag in Löbau soll ein neuer Landesvorstand gewählt werden. Der sächsische AfD-Landesverband war im Dezember 2023 als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft worden. Die AfD wies das stets zurück, wehrte sich aber bislang vergebens juristisch dagegen.