Umwelt
«Earth Hour»: Licht aus für mehr Klimaschutz - auch in Deutschland
27.03.2026, 10:21
Als Zeichen für den Klimaschutz wird am Samstag am Brandenburger Tor in Berlin und an zahlreichen anderen Wahrzeichen weltweit das Licht ausgeknipst. Während der «Earth Hour» werden etwa Bauwerke wie der Pariser Eiffelturm, das Kolosseum in Rom oder das Opernhaus in Sydney eine Stunde lang nicht angestrahlt. Los geht es um 20.30 Uhr der jeweiligen Ortszeit.
Zu der jährlichen Aktion ruft die Umweltschutzorganisation WWF auf. Auch Unternehmen und Privathaushalte können sich beteiligen. Deutschlandweit hatten sich nach Angaben des WWF bis Donnerstag fast 500 Städte und Gemeinden angemeldet.
Wer zu Hause das Licht ausschalte, könne etwa einen Nachtspaziergang machen - zum Beispiel zu einem verdunkelten Bauwerk. Die Teilnahme an der «Earth Hour» ist laut WWF ein Zeichen an die Politik, mehr für Klima und Umwelt zu tun.
Die «Earth Hour» lade aber auch dazu ein, «das Licht auszuschalten und 60 Minuten lang etwas – ganz gleich, was – Positives für unseren Planeten zu tun», schreibt der WWF international.
«So wichtig wie nie zuvor»
«Die "Earth Hour" ist in diesem Jahr vielleicht so wichtig wie nie zuvor», teilte Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland, mit. «Mit ihr können wir ein starkes Signal an die Bundesregierung senden, dass wir mehr Klimaschutz brauchen.» Ihren Worten zufolge handle die Regierung eher rück- als fortschrittlich. «Während etwa die Kosten für Öl und Gas explodieren, will sie nicht nur weiter an diesen Energieträgern festhalten, sondern ihre Nutzung sogar noch ausweiten», so ihre Kritik.
Der WWF hatte die «Earth Hour» 2007 ins Leben gerufen - als Zeichen dafür, dass die Menschheit sich besser um die Erde kümmern muss.