Wachsende Jägerschaft
Mehr Jäger und Jägerinnen in Deutschland denn je
26.01.2026, 11:35
Mit knapp 468.000 gibt es so viele staatlich geprüfte Jägerinnen und Jäger in Deutschland wie noch nie. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV) ist damit die Jägerschaft binnen 30 Jahren um rund 42 Prozent gewachsen, wie der Verband kurz vor der in Dortmund startenden großen Besuchermesse «Jagd & Hund» (27. Januar bis 1. Februar) mitteilt.
Im Norden ist die Jägerdichte am Höchsten
Die meisten Jäger pro Einwohner gibt es den Angaben zufolge in Mecklenburg-Vorpommern, - hier haben zehn von 1000 Einwohnern einen Jagdschein, gefolgt von Niedersachsen (9) und Schleswig-Holstein (8).
Insgesamt zeige sich, dass die Jägerschaft Schritt für Schritt jünger und weiblicher werde, unterstreicht der DJV. Bei der letzten Mitgliederumfrage vor rund vier Jahren lag der Frauenanteil bei 12 Prozent und damit 5 Prozentpunkte höher als noch vor zehn Jahren. Das Durchschnittsalter sei zwischen 2016 und 2022 um ein Jahr auf 56 gesunken. «Dieser Trend setzt sich fort», sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald.
Auch Menschen aus der Stadt zieht es auf den Hochsitz
«Wir sehen auch, dass sich immer mehr Menschen aus dem urbanen Raum für die Jagd begeistern», fügt er hinzu. Auch sie suchten das intensive Naturerlebnis, wollten sich im Naturschutz einbringen und gesundes Fleisch selbst erlegen.
Anders als in früheren Jahrzehnten machten auch immer mehr Menschen einen Jagdschein, die zuvor nicht über das familiäre Umfeld oder durch die Land- und Forstwirtschaft Kontakt mit der Jagd hatten. Dies ist laut Reinwald auch der Verdienst einer aktiven Jägerschaft in den sozialen Medien: «Da gibt es tolle Auftritte, die das Thema Jagd in all seinen Facetten darstellen und damit Menschen ansprechen, die noch keine Berührungspunkte damit hatten.»