Wirtschaftspolitik

Deutschland und Frankreich: Wachstumsfirmen in Europa halten

19.01.2026, 12:01

Weltweite «Champions» aus der EU: Das ist das Ziel einer Initiative von Deutschland und Frankreich. Es gehe um junge und wachsende Firmen.

Deutschland und Frankreich wollen junge, schnell wachsende Unternehmen in Europa halten und eine Abwanderung in die USA verhindern.

Es gehe darum, bessere Bedingungen für junge Unternehmen zu schaffen, sagte der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil bei einer Veranstaltung in Berlin, an der auch der französische Finanzminister Roland Lescure teilnahm. Junge Firmen müssten ausreichend an Kapital kommen und in der EU wachsen können.

Die EU sei der größte Binnenmarkt der Welt. «Aber zur Wahrheit gehört auch, wir bleiben weit hinter unserem Potenzial zurück», sagte Klingbeil. Es gebe ein starkes «Start-up-Ökosystem». Aber zu selten gelinge es, dass in Europa auch Unternehmen an die Weltspitze kämen. «Und genau das wollen und müssen wir ändern.» Ziel sei, dass wachsende, innovative Unternehmen aus der EU heraus zu globalen Champions werden. Dazu müssten Finanzierungslücken für innovative Wachstumsunternehmen geschlossen werden.

In einem Expertenbericht werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. Dazu gehört eine Reform der Altersvorsorgesysteme, um mehr Kapital für Innovationen bereitzustellen, sowie eine einheitliche EU-weite Unternehmensrechtsform. Der Bericht wurde vom früheren Bundesfinanzminister Jörg Kukies und dem ehemaligen französischen Notenbankchef Christian Noyer verfasst.